Kurz gesagt: Eine Band bringt Menschen auf eine Bühne und einen Klang, der im Raum entsteht, ein DJ bringt die Originalaufnahmen und Musik, die den ganzen Abend durchläuft. Beide füllen eine Tanzfläche, der Unterschied zeigt sich weniger in der Musik als im Ablauf: Platz, Pausen, Lautstärke, Umbau, Ende. Wer beides will, nimmt einen DJ als Grundlage und setzt Gesang oder Saxophon live darüber.
Ich bin Chris Carter, seit 2013 hauptberuflich DJ mit mehr als 400 Hochzeiten. Ihr lest das also von jemandem, der eine Seite dieser Frage anbietet. Deshalb steht hier zuerst, was eine Band auf eurer Feier kann, und danach, was ich als Hochzeits DJ in München an demselben Abend kann.
Eine Band bringt die Bühne.
Bei einer Band schauen eure Gäste zu, wie Musik gemacht wird. Eine Stimme, ein Schlagzeug, ein Bass, eine Bläsergruppe: Das ist ein Bild im Saal und ein Ziel für jeden Blick.
Live gespielte Musik entsteht im Raum, aufgenommene Musik kommt aus der Anlage. Wer den Klang eines Schlagzeugs oder eines Bläsersatzes im Saal will, bekommt ihn von einer Band.
Eine Band reagiert innerhalb des Stücks. Ob sie ein Stück verlängert und wie stark die Sängerin mit euren Gästen spricht, unterscheidet sich von Band zu Band. Fragt im ersten Gespräch danach.
Eine Band spielt euren Song außerdem in ihrer eigenen Fassung, mit euren Namen, an diesem einen Abend, so wie er nie wieder klingt. Und für Gäste, die lieber am Tisch sitzen bleiben, gibt es in den Bandblöcken etwas zum Zuschauen.
Ein DJ bringt die Originale.
Vom DJ kommt die Aufnahme, die eure Gäste kennen: die Version aus dem Radio, aus dem Film, aus dem Auto der Schulzeit. Bei den Liedern, die alle mitsingen, ist genau das der Punkt.
Die Musik läuft vom ersten Gast bis zum letzten Lied. Sektempfang, Dinner, Reden, Tanz: ein Faden, der durchgeht.
In einer einzigen Stunde liegen Klassiker, 90er, aktuelle Charts und internationale Hits nebeneinander. Ich wechsle mitten im Stück, wenn die Fläche etwas anderes verlangt.
Der Wunsch eines Gastes steht binnen Minuten auf der Fläche, sofern er in den laufenden Block passt. Und die Lautstärke stelle ich pro Raum und pro Stunde ein, leise unter den Gesprächen am Tisch, laut im Partyblock.
Wie die Übergabe läuft.
Der dritte Weg verbindet beides: Ein DJ trägt den Abend, ein Live-Act setzt die Spitzen. Ich arbeite dafür mit Vanessa Eventmusic, die live zu meinem Set singt, und mit dem Saxophonisten Hubert Fersterer aus München. Beide stehen in meinem Partnernetzwerk.
Praktisch gibt es zwei Formen, und sie laufen verschieden ab.
Live zum Set.
Gesang oder Saxophon spielen über den laufenden Track. Eine Übergabe braucht es hier keine, weil die Musik weiterläuft: Der Musiker steigt in ein Lied ein, spielt zwei, drei Nummern lang mit und geht wieder heraus. Technisch läuft das über meine Anlage, der Soundcheck ist schnell gemacht, und Platz genügt der, auf dem der Musiker steht.
Band in Blöcken.
Die Band spielt eigene Sets, dazwischen und danach läuft der DJ. Hier lohnt sich eine Absprache, die leicht untergeht: Legt vorher fest, welches Lied das letzte jedes Sets ist. Dann kann der DJ seinen Track starten, bevor das letzte Becken ausgeklungen ist, und anziehen, während die Musiker die Bühne verlassen. Genau an dieser Naht entscheidet sich, ob die Fläche voll bleibt.
Vier Dinge gehören dafür vor den Tag geklärt: Wer spielt über welche Anlage, wann macht die Band ihren Soundcheck, wo steht die Bühne, wenn später dort getanzt werden soll, und wer sagt den Eröffnungstanz an.
Unterschied im Ablauf.
Platzbedarf.
Mein Pult steht auf rund zweieinhalb Metern Breite, zwei Metern Höhe und 1,20 Meter Tiefe, dazu eine Steckdose in der Nähe. Was eine Band an Fläche, Monitoring und Strom braucht, sagt euch die Band. Fragt früh danach, weil es die Raumplanung bestimmt. In Räumen, in denen die Tanzfläche ohnehin knapp ist, entscheidet dieser Punkt als erster.
Pausen.
Wie eine Band ihren Abend aufteilt, legt sie selbst fest, in der Regel in Sets mit Pausen dazwischen. Wie viele Sets sie spielt und wie lang die Pausen sind, fragt ihr im ersten Gespräch. Beim DJ läuft die Musik in dieser Zeit weiter.
Lautstärke im Raum.
Wie leise eine Band spielen kann, klärt ihr mit der Band und mit eurem Haus. In einem Gewölbesaal mit harten Wänden gehört das in den Soundcheck. Beim DJ sitzt die Lautstärke am Regler, Lied für Lied.
Umbauzeit.
Bühne, Monitore und Instrumente wollen aufgebaut, eingestellt und später wieder abgebaut werden, und das passiert im selben Raum, in dem eure Gäste sitzen. Meine Anlage für draußen wandert in wenigen Minuten nach drinnen, die große Anlage im Saal steht ohnehin schon.
Wünsche der Gäste.
Eine Band spielt die Stücke, die sie im Repertoire hat, das ist ihr Handwerk und ihr Programm. Fragt früh nach der Songliste, dann wisst ihr, welche eurer Lieder dabei sind. Beim DJ kommt der Wunsch eines Gastes noch an diesem Abend auf die Fläche.
Ende des Abends.
Eine Band hat eine vereinbarte Spielzeit, danach ist die Bühne leer. Soll eure Feier offen enden, braucht ihr für die Zeit danach jemanden am Pult.
Technik für Reden und Trauung.
Trauung, Sektempfang und Reden brauchen Mikrofone, eine Zuspielung für eure Lieder und eine Anlage, die draußen ohne Kabel läuft. Bei mir sind das zwei Bose S1 Pro Plus mit Sennheiser-Funk für den Garten und zwei Mikrofone von Shure für die Reden. Bucht ihr allein eine Band, klärt früh, wer Trauung und Reden beschallt.
Die Uhr entscheidet mit.
In der Stadt gilt ab 22 Uhr Nachtruhe, und für Freischankflächen setzt die Bayerische Biergartenverordnung das Ende der Musik im Freien auf dieselbe Stunde. Für eine Band heißt das: Ihr Set im Garten liegt davor, und die Bühne steht am besten gleich dort, wo die Party danach weitergeht, sonst wird zweimal aufgebaut. Meine Anlage für draußen ist kabellos und deshalb schnell drinnen.
Im Umland ist der Abend länger. Dort feiern viele Häuser im Saal oder in der Tenne weit in die Nacht, je nach Hausordnung. Wer einen langen Abend plant, rechnet vor der Buchung nach, wie viele Stunden die Band spielt und wer die Zeit danach übernimmt.
Es gibt eine Münchner Eigenheit, die für Bands spricht: Etliche Häuser im Umland gehören am Hochzeitswochenende nur einem Paar, vom Aufbautag bis zum Abbautag. Wo das so ist, kann eine Bühne schon am Vortag stehen und der Soundcheck in Ruhe laufen, lange bevor der erste Gast kommt.
Die Band, der DJ, beides.
Die Band passt zu euch, wenn eure Feier einen Bühnenmoment haben soll, wenn eure Gäste eine klare Richtung lieben, also Soul, Funk, Blasmusik oder Jazz, wenn der Saal Platz für eine Bühne hat und wenn ihr euren Abend ohnehin in Blöcken denkt.
Der DJ passt zu euch, wenn eure Gästeliste durch mehrere Generationen und Länder geht, wenn die Musik von der Trauung bis zur letzten Runde durchlaufen soll, wenn ihr die Wünsche eurer Gäste am selben Abend hören wollt, wenn der Raum klein ist oder die Musik zwischen Garten und Saal wandert.
Beides passt zu euch, wenn ihr einen Live-Moment wollt und trotzdem einen Abend, der durchläuft: Gesang zum Sektempfang, Saxophon zum Eröffnungstanz oder ein Bandblock nach dem Dinner, und dazwischen läuft das Set weiter. Dieser Weg trägt, wenn die Übergabe vorher steht.
Was Paare fragen.
Kann die Band über meine Anlage spielen?
Eine Gesangs- oder Saxophonstimme über meinem Set läuft über meine Anlage und ist schnell eingerichtet. Eine vollständige Band bringt ihre eigene Anlage und ihr eigenes Monitoring mit, dann stehen zwei Systeme im Raum, die wir vorher aufeinander abstimmen.
Wie lang sind die Pausen einer Band, und was läuft in der Zeit?
Zahl und Länge der Sets legt die Band fest, deshalb gehört die Frage in euer erstes Gespräch mit ihr. Ist ein DJ da, läuft die Musik in den Pausen weiter und die Fläche bleibt besetzt. Bucht ihr allein eine Band, klärt, was in den Pausen von der Anlage kommt.
Lohnt sich Saxophon zum DJ auch bei einer kleinen Feier?
Ja, dort besonders. Ein Saxophon braucht die Fläche, auf der es steht. Beim Sektempfang im Innenhof oder zum Eröffnungstanz trägt es einen Moment, ohne dass ein halber Saal zur Bühne wird.
Wer entscheidet am Abend, wann der Live-Block kommt?
Das legen wir im Detailgespräch fest, zusammen mit Reden und Spielen. Am Tag selbst schaue ich auf die Fläche und sage der Band Bescheid, wenn ein paar Minuten Warten dem Abend mehr bringen. Das bleibt Absprache, und die Band weiß vorher davon.
Was zu eurem Abend passt.
Erzählt mir, wie ihr euch den Abend vorstellt, und ob eine Band schon im Kopf ist oder sogar im Angebot liegt. Datum, euer Haus, die ungefähre Gästezahl und der geplante Ablauf reichen mir fürs Erste, am einfachsten über das Kontaktformular.
Im Kennenlerngespräch sage ich euch, wo ich der Richtige für euren Abend bin und wo eine Band mehr für euch holt. Ich freue mich von euch zu hören.
Termin anfragen Die Fotobox gleich mit dazu

