Ratgeber

Eröffnungstanz: den Song finden und den Übergang planen

Termin anfragen

Kurz gesagt: Euer Lied muss weniger einen Geschmack treffen als drei handwerkliche Bedingungen erfüllen, und ein zu langes Stück besprechen wir im Detailgespräch, dort legen wir fest, wie lang euer Lied am Abend läuft. Der Tanz dauert wenige Minuten, entschieden wird der Abend in der Zeit unmittelbar danach. Wer vorher festlegt, wer wann dazukommt, wie das Licht wechselt und welcher Song folgt, bekommt eine Fläche, die voll bleibt.

Ich bin Chris Carter, seit 2013 hauptberuflich DJ mit mehr als 400 Hochzeiten. Beim Eröffnungstanz dreht sich meine Arbeit: Bis dahin lege ich Musik, ab hier baue ich eine Tanzfläche. Wie ich einen Abend aufziehe, steht auf der Seite Hochzeits DJ in München, wo der Tanz im Tagesablauf liegt im Ablauf der Hochzeitsfeier.

Ein Tanzlied muss drei Dinge können, und Gefühl ist keines davon

Drei Dinge können.

Sucht nicht das schönste Lied, sondern das tanzbarste unter den schönen. Drei Bedingungen entscheiden das, und ihr prüft sie selbst.

Erstens ein durchgehender Puls: Ihr müsst den Takt vom ersten bis zum letzten Ton mitgehen können, ohne dass das Stück das Tempo wechselt.

Zweitens ein klarer Einstieg: Nach wenigen Sekunden muss hörbar sein, wann der erste Schritt fällt. Ein langes, freies Intro lässt euch auf der Fläche stehen.

Drittens ein Ende, das man hört. Ein Stück, das langsam ausblendet, nimmt euch den Applaus.

Ein Lieblingslied hängt an einer Erinnerung, ein Tanzlied an seinem Bau. Das kann eine Live-Fassung mit Applaus vorne sein, ein Stück, das in der Mitte auf halbes Tempo geht, oder ein Text, der eher zum Abschied passt. Euer Lieblingslied verliert dadurch nichts, es bekommt eine andere Stelle am Abend.

So wird aus einem langen Stück eine tanzbare Fassung

Eine tanzbare Fassung.

Die Länge entscheidet sich nicht an einer Zahl, sondern daran, wie lange ihr allein auf der Fläche steht. Was ihr zu zweit füllen müsst, fühlt sich länger an als beim Anhören zu Hause. Kommen Gäste früh dazu, darf es länger laufen.

Die Schwachstelle ist der Anfang. Manche Stücke bauen erst spät auf, und diese Zeit steht ihr allein im Licht. Was daraus folgt, besprechen wir im Detailgespräch: dort legen wir fest, wie lang euer Lied am Abend läuft und an welcher Stelle es anfängt.

Eine Regel steht über allen: Am Abend läuft genau die Fassung, nach der ihr geübt habt. Kommt eure Choreografie aus einer Tanzschule, schickt mir genau deren Audiodatei.

Wenn ihr euch nicht einigt, entscheidet ein Verfahren statt einer Diskussion

Ein Verfahren entscheidet.

Schreibt getrennt drei Titel auf, ohne vorher zu reden. Steht ein Titel auf beiden Zetteln, ist die Sache erledigt.

Sonst prüft ihr eure Titel gegen die drei Bedingungen. Dabei fallen die Titel weg, die das Tempo wechseln oder ausblenden.

Bleibt es strittig, teilt die Entscheidung auf: Einer wählt das Lied für den Tanz, der andere den ersten Song danach. Der zweite Teil ist der größere Hebel. Entschieden sein sollte es bis zum Detailgespräch.

Ein Tanzkurs gibt Sicherheit, und ohne Kurs funktioniert es auch

Ein Tanzkurs gibt Sicherheit.

Ein Kurs nimmt euch die Frage ab, was die Füße machen. Wer das möchte, bucht früh genug, damit Lied und Figuren zusammenpassen. Ohne Kurs trägt derselbe Moment über ein kürzeres Lied und Gäste, die früher dazukommen. Dann steht ihr in einer tanzenden Runde statt in einem Kreis aus Zuschauern.

Für mich ändert sich dadurch eine Sache: Steht eine Choreografie, bleibt das Lied unangetastet, sonst habe ich beim Kürzen freie Hand.

Der Übergang beginnt, bevor der erste Ton läuft

Der Übergang beginnt.

Damit der Übergang trägt, muss dreierlei feststehen: wo ihr startet, wie das Licht wechselt und was als Erstes folgt. Eure Gäste stehen dabei am besten um die Fläche herum, nicht an den Tischen. Wer beim Tanz steht, ist danach schneller auf der Fläche.

Der Lichtwechsel ist die Einladung, die niemand aussprechen muss

Der Lichtwechsel ist die Einladung.

Für den Tanz geht das Licht im Raum zurück, und auf euch liegt ein warmer Kegel. Wer den Saal dimmt, klären wir vorher mit eurem Haus. Genau das erzeugt den Kreis aus Zuschauern, und genau der muss sich danach wieder öffnen.

Sobald der erste Partysong einsetzt, hole ich das Licht in den Raum und bringe Farbe auf die Fläche. Das liest jeder Gast sofort: Die Fläche gehört jetzt allen. Bleibt der Raum dunkel, bleibt die Zuschauerhaltung, und wird er zu hell, reden alle wieder.

Wann die anderen Paare dazukommen, legt ihr vorher fest

Wann die anderen dazukommen.

Ihr habt drei Möglichkeiten. Ihr tanzt allein aus, und alle kommen zum nächsten Lied. Oder eure Gäste kommen nach dem ersten Refrain dazu. Oder zuerst Eltern und Trauzeugen, dann der Rest.

Wichtig ist nur eins: Die Ersten müssen es vorher wissen. Nennt mir zwei Namen, denen ich vor dem Tanz sage, auf welches Zeichen sie losgehen. Fehlt das, schaut jeder Gast auf den nächsten. Das Zeichen gebe ich mit der Hand, weil eine Ansage den Moment unterbricht.

Ausspielen wirkt fast immer besser als abbrechen

Ausspielen wirkt besser.

Ein Lied, das mitten in der Strophe ausgeblendet wird, klingt nach Versehen. Deshalb spiele ich lieber eine gekürzte Fassung sauber aus, als eine lange abzuwürgen.

Wollt ihr trotzdem früher aussteigen, dann an einer Stelle, die nach Schluss klingt: am Ende eines Refrains, auf dem letzten betonten Schlag. Der Applaus danach ist die Übergabe selbst. Der nächste Song startet hinein, während noch geklatscht wird. Schon eine kurze Stille genügt, damit sich die Fläche auflöst.

Der erste Block hält das Tempo, das eure Füße schon haben

Der erste Block.

Zwischen einem langsamen Tanzlied und einem Partysong liegt ein großer Sprung. Wer ihn in einem Schritt nimmt, verliert die Paare, die eben noch eng getanzt haben. Deshalb lege ich dazwischen ein oder zwei Stücke in mittlerem Tempo, die sich zu zweit tanzen lassen. Erst danach zieht es an. Wie das klingt, hört ihr in Kürze in den Hörproben.

Leert sich die Fläche danach, ist das ein Signal und kein Unfall

Ein Signal, kein Unfall.

Dass nach dem Tanz einige zur Bar oder vor die Tür gehen, gehört dazu. Eng wird es, wenn niemand zurückkommt. Dann gehe ich einen Schritt zurück statt nach vorn: ein bekannteres Stück im selben Tempo, ohne Ansage. Ein Aufruf ins Mikrofon macht aus einer leeren Fläche eine leere Fläche, die sich beobachtet fühlt.

Hilft das nicht, braucht die Fläche einen Anlass. Brautstraußwurf, Torte oder Gruppenfoto holen alle an einen Ort zurück, deshalb halte ich mir einen davon frei.

Die Fotografin plant denselben Moment wie ich

Die Fotografin plant denselben Moment.

Sie braucht zwei Angaben vor dem Tanz: wann er startet und ob Gäste dazukommen. Danach richtet sie ihre Position aus. Ich frage sie, wie viel Licht sie braucht, und stelle Kegel und Helligkeit ein. Filmt jemand mit, klärt sich dabei der Ton.

In München endet die Musik im Freien um 22 Uhr

Getanzt wird drinnen.

Feiert ihr in der Stadt und habt den Empfang draußen, endet die Musik im Freien um 22 Uhr. Getanzt wird ohnehin drinnen, und euer Tanz ist der Startschuss dafür.

Ihr bekommt diesen Moment auch ohne Tanz

Diesen Moment auch ohne Tanz.

Was den Abend trägt, ist die Aufstellung um die Fläche, und die geht auch anders. Ihr eröffnet die Fläche gemeinsam mit allen: Ich starte ein Lied, das eure Gäste kennen, ihr geht als Erste hinein, und nach wenigen Takten steht die Runde.

Zwei weitere Wege sind möglich: ein Tanz der Eltern oder Trauzeugen an eurer Stelle, oder ein gemeinsames Anstoßen mit Gruppenfoto, direkt gefolgt vom ersten Block.

Was ich im Detailgespräch zum Eröffnungstanz abfrage

Was ich im Detailgespräch abfrage.

Fünfundvierzig Minuten über Zoom, für den Tanz diese Punkte:

  • Titel, Interpret und Version, also Studio, Live oder Coverfassung
  • gewünschte Länge und ob ich kürzen soll
  • ob eine Choreografie feststeht und auf welche Audiodatei
  • wann eure Gäste dazukommen, wer die Ersten sind und ob es eine Ansage gibt
  • Lichtstimmung für den Tanz und für den Moment danach
  • wo ihr startet, wohin ihr danach geht und welcher Song dann läuft
  • Name der Fotografin und ob jemand filmt
  • Uhrzeit, drinnen oder draußen
Was Paare mich zum Eröffnungstanz fragen

Was Paare fragen.

Woran merken wir, ob unser Lied tanzbar ist?

Geht den Takt mit dem Fuß mit, vom ersten bis zum letzten Ton. Bleibt ihr im Tritt, passt das Lied. Kommt ihr heraus, liegt es am Stück.

Wer kürzt das Lied, und wann brauchst du es?

Ich kürze es. Titel und Version brauche ich bis zum Detailgespräch, dort legen wir die Länge fest.

Können wir zwei Lieder hintereinander nehmen?

Ja. Die Stelle, an der gewechselt wird, muss fest liegen, und geübt wird auf genau diese Fassung.

Muss eine Ansage sein?

Ihr entscheidet. Ich kündige den Tanz an, wenn ihr wollt, sonst übernimmt das Licht die Ankündigung.

Was ist, wenn wir bis zum Detailgespräch kein Lied haben?

Dann schickt ihr mir ein paar Stücke, die ihr mögt, und ich sage euch, welches sich tanzen lässt. Fest sein muss die Wahl rechtzeitig vor der Feier.

Dürfen wir den Song kurzfristig noch tauschen?

Kurzfristig ist das möglich, sagt mir Bescheid, dann habe ich beide Versionen dabei.

So plant ihr euren Eröffnungstanz

Nehmt euch die drei Bedingungen, sucht euer Lied, legt die Länge fest und entscheidet, wann eure Gäste dazukommen. Den Rest baue ich darum.

Schickt mir euer Datum und euer Haus über das Kontaktformular, dazu die ungefähre Gästezahl. Im Gespräch gehen wir euren Tanz Schritt für Schritt durch. Ich freue mich von euch zu hören.

Termin anfragen Die Fotobox gleich mit dazu
Termin anfragen